Gesundheit-und-Ernaehrung - Kleines-Saatgut-Lexikon

Beitragsseiten
Gesundheit-und-Ernaehrung
Speise-Oele-und-Fette
Bio-Anbau-Unterschiede
Kleines Saatgut Lexikon
Das Wasser der Erde
Alle Seiten

Kleines Saatgut-Lexikon

Das kleine Saatgut-Lexikon zeigt auf, welche Unterschiede zwischen Samenfesten Sorten, Hybridsorten und CMS-Hybriden bestehen und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.

 

Der Bauer vergangener Zeiten bestellte sein Land im Einklang mit der Natur. Was er durch säen und ernten im Laufe der Jahreszeiten auf seinem Acker erwirtschaftete, gereichte ihm für seinen Lebensunterhalt.

 

Es gab eine Faustregel, die besagte, dass es vernünftig wäre, ein Drittel der Ernte als Saatgutvorrat für das nächste Jahr zurück zu behalten. Viele Jahrhunderte, ja man möchte Jahrtausende sagen, ging alles seinen gewohnten Lauf im Fluss der Jahreszeiten. Bis der Mensch die Gier entdeckte und mit der Gier kamen die Saatgut-Monopolisten....

 

Saatgut-Monopolisten, z.B. Monsanto, Bayer, Syngenta u.A., haben im Laufe der Zeit ihr Monopol derart ausgebaut, dass es für den normalen Bauern nicht mehr möglich ist, von seiner Ernte einen Teil als Saatgut für das kommende Jahr zu nutzen.

 

Warum das so ist erfahren Sie hier:

(aus Schrot & Korn 03/2014/S.105)

 

1. Samenfeste Sorten

2. Hybrid-Sorten

3. CMS-Hybrid-Sorten

4. Parboiled Reis - die positive Ausnahme

 

nach oben

 

Samenfeste Sorten

Samenfeste Sorten sind gesunde Pflanzen, die ihre Eigenschaften weitgehend an die Nachkommen weitergeben. Sie sind von der Manipulation durch den Menschen verschont geblieben und daher die beste und auch gesündeste Form der Ernährung für den Zweibeiner.

 

Diese Sorte ist leider auch die einzige Sorte, die zur Nachzucht geeignet ist, d.h. der Bauer kann 1/3 der Ernte zur Aussaat für das nächste Jahr zurückhalten. Der ganz natürliche Kreislauf von säen und ernten, so wie ihn die Mutter Natur seit Urzeiten für die Erde vorgesehen hat.

 

nach oben

Hybrid-Sorten

Hybridsorten bedeutet, dass bei den Elternlinien gewünschte Eigenschaften durch Inzucht erziehlt werden. Die Kreuzung solcher Inzucht-Linien ergibt Hybrid-Saatgut.

 

Die daraus wachsenden Pflanzen sind besonders ertragreich und die Früchte einheitlich. Diese Eigenschaften werden nicht weitergegeben. Darum sind sie zur Nachzucht ungeeignet.

 

Fazit: Der Bauer muss bei dieser Sorte jedes Jahr den Samen neu einkaufen, natürlich bei den Saatgut-Monopolisten. Das bedeutet auch, das der Landwirt nicht mehr von seiner Arbeit leben kann, weil er abhängig von den Preisen der Saatgutlobby, seine Aussaat nicht mehr selbst bestimmen kann.

 

nach oben

 

CMS-Hybrid-Sorten

CMS-Hybrid Sorten bedeutet, dass mit Hilfe der Zellfusion, das ist eine gentechnologische Methode, die Pollen der Mutterlinien unfruchtbar gemacht werden. Damit kann sich die Pflanze nicht mehr selbst bestäuben. Das erleichtert zwar die Hybridzucht, aber zur Nachzucht ist diese Sorte leider auch nicht geeignet.

 

Fazit: Auch hier muss jedes Jahr neues Saatgut gekauft werden. Die Einzigen, wie sollte es auch anders sein, die daran kräftig verdienen, sind die Monopolisten.

 

Leider ist es hier wie so oft auch so, dass jedesmal wenn der Mensch Gott spielt, gravierende Nachteile für den Endkunden auftreten. Es ist oft der Fall, das durch solche Manipulationen eine steigende Anzahl von Allergien und Unverträglichkeiten auftreten.

 

nach oben

 

Parboiled Reis - die positive Ausnahme

Parboiled Reis ist eine der seltenen Ausnahmen bei der sich der Eingriff des Menschen in den Ablauf der Natur relativ positiv bemerkbar macht. Darum findet sie hier auch Erwähnung.

 

Beim Reis befinden sich ein grosser Teil der Mineralstoffe und Spurenelemente in den Randschichten des Reiskorns. Wird dieses nun geschält, so gehen dadurch natürlich ein größer Teil der Inhaltsstoffe leider verloren.

 

Das Parboiled-Prinzip: Zuerst wird der ungeschälte Reis eingeweicht und gedämpft. Dadurch werden 80% der in den Randschichten vorhandenen Mineralstoffe und Spurenelemente in das Innere des Reiskorns befördert.

 

Erst dann wird der Reis geschält. Clever oder.... ?

 

Übrigens:

  • Reis sollte man beim leisen Kochen nicht umrühren, es sei denn, man mag klebrigen, pampigen Reis.
  • Bohnen und Reis sind nahrhaft und passen sehr gut zusammen und sollte regelmäßig in kleinen Mengen gegessen werden.
  • Wenn man Reis und Bohnen 24h einweicht, reduziert sich dadurch die Phytinsäure. Phytinsäure bindet Mineralien an sich und mindert damit die Verwertbarkeit für den Menschen.
  • Grünkern ist unreif geernteter Dinkel und mit Hitze getrocknet. Damit verliert er seine Keimfähigkeit und ist auch keine 'Rohkost' mehr.
  • Holistisch (ganzheitlich) betrachtet, ist es für den Menschen notwendig täglich 0,75 Gramm Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen.

 

 

nach oben