Gesundheit-und-Ernaehrung - Bio-Anbau-Unterschiede

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Bio Anbau Unterschiede

Der biologische Anbau in der Landwirtschaft unterteil sich hauptsächlich in drei verschiedene Gruppen. Die rein biologische, die biologisch-dynamische und die biologisch-organische Gruppe des Anbaus.

 

Nachfolgend werden diese hier kurz vorgestellt und die wesentlichen Unterschiede zur konventionellen Landwirtschaft deutlich gemacht.

 

Das finden Sie hier:

1. Der rein biologische Anbau

2. Der biologisch-dynamische Anbau

3. Der biologisch-organische Anbau

 

 

Der rein biologsche Anbau

Die rein biologische Landwirtschaft geht davon aus, dass Lebensmittel so natürlich wie möglich, am besten nach dem Vorbild der Natur, wachsen sollten. Damit sind sie verständlicher Weise auch am einfachsten vom menschlichen Körper zu verstoffwechseln und zu verwerten.

 

Diese Art des Anbaus vermeidet, was mit dem gesunden Menschenverstand betrachtet eine Selbstverständlichkeit sein sollte, alle unnötigen Umweltbelastungen. Dabei beachtet sie auch die Fruchtfolge, die das Auslaugen der Böden verhindert. Es bedeutet, das frühestens alle 5 Jahre die gleiche Pflanze angebaut werden darf.

 

Pestizide, damit sind die modernen Pflanzenschutzmittel gemeint, kommen im Bio-Anbau ganz bewusst nicht vor. Natürlich wird auch kein Kunstdünger eingesetzt, denn es ist davon auszugehen, dass dieser letztendlich auf dem Teller des Endverbrauchers landet.

 

Klar, höre ich Sie sagen, dass sind doch nur so geringe Mengen... Ja, aber steter Tropfen höhlt den Stein und jeden Tag ein bisschen, summiert sich nach ein paar Jahren oder Jahrzehnten zu einer unerwarteten Menge.

 

Mittlerweile weis man, dass Pestizide und Kunstdünger nicht nur den menschlichen Organismus schädigen und krank machen. Darin ist wohl auch der Grund zu finden, warum man erfreulicherweise schon seit geraumer Zeit verstärkt zum biologischen Anbau zurückkehrt.

 

Zusammenfassend kann man also feststellen, das beim rein biologischen Anbau folgendes beachtet wird:

 

  • Es werden keine Pestizide (moderne Pflanzenschutzmittel) eingesetzt
  • Es wird kein Kunstdünger verwendet
  • Umweltbelastungen werden so gut es geht vermieden
  • Um das Auslaugen der Böden zu verhindern wird frühestens alle 5 Jahre die gleiche Frucht angebaut
  • Es wird traditionell gepflügt, also die Erde umgeworfen (dazu später mehr)

 

Ausser dem Pflügen werden uns diese Regeln immer wieder begegnen, denn sie sind die Basis der biologischen Landwirtschaft und weltweit bekannt.

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Der biologisch-dynamische Anbau

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft hat neben den Regeln des biologischen Anbaus, die anthroposophische Lehre Rudolf Steiners zur Grundlage.

 

Als Anthroposophie wird eine von Rudolf Steiner (1861-1925) begründete, weltweit vertretene spirituelle Weltanschauung bezeichtnet. Ihr erklärtes Ziel ist es, den Menschen in seiner Beziehung zum Übersinnlichen zu betrachten.

 

Die Anthroposophie verbindet dabei Elemente des deutschen Idealismus, der Weltanschauung Goethes, der Gnosis, fernöstlicher Lehren sowie der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse ihrer Zeit. Sie versteht sich nicht nur als Lehre, sondern auch als eine Methode, eigenständige Forschung in der übersinnlichen Welt zu betreiben. [aus wikipedia.org/wiki/Anthroposophie]

 

Fazit:

  • Es werden keine Pestizide (moderne Pflanzenschutzmittel) eingesetzt
  • Es wird kein Kunstdünger verwendet
  • Umweltbelastungen werden so gut es geht vermieden
  • Um das Auslaugen der Böden zu verhindern wird frühestens alle 5 Jahre die gleiche Frucht angebaut
  • Auch hier wird traditionell gepflügt, also die Erde umgeworfen (dazu später mehr)

 

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Der biologisch-organische Anbau

Die biologisch-organische Landwirtschaft beachtet neben den oben erwähnten Regeln, die aeroben und anaeroben Bakterien in den Erdschichten. Damit unterscheidet sie sich grundlegend vom herkömmlichen Bioanbau.

 

Hierbei wird der Acker nicht mehr traditionell gepflügt, damit die natürliche Flora des Bodens nicht beschädigt wird. Denn beim Pflügen werden die aeroben Bakterien (Sauerstoff benötigende Bakterien in der oberen Schicht der Erde) sowie die anaeroben Bakterien (Stickstoff benötigende Bakterien in der unteren Schicht der Erde) gleichermaßen abgetötet.

 

Beim traditionellen Pflügen wird ja bekanntermassen, die Erde mit dem Pflug gewendet und dabei umgeworfen, wobei die obere und die untere Schicht der Erde ihren Platz tauschen.

 

Dadurch tritt der oben beschriebene Effekt ein, der die natürliche Flora des Bodens stark schädigt. Stattdessen wird im bio-organischen Landbau die obere Schicht des Ackers nur gelockert.

 

Fazit:

  • Es werden keine Pestizide (moderne Pflanzenschutzmittel) eingesetzt
  • Es wird kein Kunstdünger verwendet
  • Umweltbelastungen werden so gut es geht vermieden
  • Um das Auslaugen der Böden zu verhindern wird frühestens alle 5 Jahre die gleiche Frucht angebaut
  • Anstatt zu pflügen wird nur die oberste Schicht der Erde gelockert, wodurch die natürliche Flora des Bodens erhalten bleibt

 

Als Nebeneffekt entsteht ein organischer Acker aus weicher Erde, der das Aussäen erheblich erleichtert und auch wesentlich weniger bis garkeinen Dünger benötigt. Man kann sich ohne viel Aufwand vorstellen, dass so natürlich gewachsene Lebensmittel letztendlich auch wesentlich gesünder für den Menschen sein müssen.

 

 

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